Street Notes ⎜2026

Mit offenen Augen durch den Kiez

Workshop von Heidrun Schramm und Nicolas Wiese mit 75 Schüler*innen aus drei Lerngruppen 1-3 der aus der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli, begleitet durch die Pädagog*innen Stefanie Donath, Maxie Elsner, Maxie Hein, Sarah Mantei, Ricarda Sanz-Janssen und Imke Zirbeck. Projekttage: März-Juni 2026.

Was fällt mir auf? Was finde ich spannend? Was wünsche ich mir? Begleitet von zwei Künstler*innen erkundeten die Kinder ihre Umgebung nach eigenen Kriterien. Sie sammelten Eindrücke, aus denen Gedichte, Geschichten und schließlich Trickfilme entstanden sind.

Los ging’s für die Eisbären, Pinguine und Robben mit einem Spaziergang. Ausgestattet mit Klemmbrettern hielten die Kinder fest, was ihnen auffällt, während die Erwachsenen den Weg fotografisch dokumentierten. Zurück in der Schule wurde das Material ausgewertet und es entstanden Texte, Raps und Geschichten, die bald darauf in Trickfilmen umgesetzt und vertont wurden. Dabei wurden Räume auf dem Campus Rütli zu Studios und Tonkabinen.

Die Inspiration fand sich im Unerwarteten auf der Straße und den Gärten im Kiez. Die Filme erzählen von Tieren, Pflanzen, Gemüse und anderen Wesen, von Reisen an geheimnisvolle Orte, von Fußballspielen, von Freundschaft, von Träumen und Begegnungen in phantastischen Orten. Es wird gerapt, gespielt und gesungen. Schaut selbst:

https://youtu.be/sFsEpt--e8k?si=DRrtmJ62Qg1B4b4E

Am Ende des ersten Schulhalbjahres schauten wir uns gemeinsam die Filme an und sind begeistert, wie vielfältig die Kinder ihre alltägliche Umgebung wahrnehmen und was daraus entstehen kann. Im Herbst/Winter 2025 fand derselbe Workshop mit Kindern der Theodor Storm Schule statt. Schaut unter folgendem Linke, welche Geschichten sie zu erzählen haben.

Heidrun Schramm

Heidrun Schramm (geb. 1966 in Uelzen, DE) ist Geräuschesammlerin, Klangkünstlerin und Komponistin. Sie lebt und arbeitet in Berlin-Neukölln. Schramm studierte Sound Studies an der Universität der Künste Berlin. In ihrer Arbeit verbindet sie Musik, Klang- und Videokunst. Dabei entstehen Mischformen aus Performance, akusmatischer Aufführung und Installation. Sie komponiert konzeptuelle elektroakustische Musik für Multikanal-Lautsprechersysteme unter Verwendung von Aufnahmen akustischer Musikinstrumente, Stimmen, Objektgeräuschen und Field Recordings. Alltag, Kontext, Poesie und Raum sind wichtige Faktoren für ihre Arbeiten. Diese präsentiert sie international auf Festivals, in Konzerten und Galerien. Seit 2010 lehrt sie an Hochschulen, zuerst an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und von 2013 bis 2020 an der Universität der Künste Berlin. Künstlerische Workshops an Berliner Schulen leitet sie seit 2011.

Nicolas Wiese

Nicolas Wiese (geb. 1976 in Itzehoe, DE) ist Video- und Klangkünstler, Grafikdesigner und experimenteller Musiker. Er lebt und arbeitet in Berlin-Neukölln. Wiese studierte Philosophie und Soziologie an der Universität Hamburg, Kommunikationsdesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und Sound Studies an der Universität der Künste Berlin. Er entwickelt Arbeiten in unterschiedlichen Medien und Formaten, Installationen und raumbezogene Aufführungen, elektroakustische Kompositionen, improvisierte Musik, grafische Kunst, Radio-Hörstücke und Experimentalfilme. Wiese hat seine Arbeiten auf Festivals, in Konzerthäusern, Galerien und Museen national und international ausgestellt und präsentiert. Seit 2014 leitet er – in wechselnden Teams und auch allein – regelmäßig Workshops für Jugendliche und Erwachsene.

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