This might be a place for hummingbirds⎜2020

Auf Einladung der Galerie im Körnerpark haben Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli (JüL 4-6) an je 1-tägige Workshops im Rahmen der Ausstellung „This might be a place for hummingbirds“ teilgenommen. Drei Projekttage im Januar 2020, begleitet durch die Lehrerinnen Vanessa Diaz und Frau Wichmann und die Erzieher*innen Alexander Loof und Susanne Wendler.

Linolschnitt

Schüler*innen von einer jahrgangsübergreifenden Lerngruppen 4-6 und einer Kunst AG haben mit den Künstlerinnen Helena Hernández und Vastiane Tamayo den Linolschnitt erprobt und Stempel hergestellt. Nach einer Einführung in das Grundmaterial Linoleum, hat die Gruppe die Ausstellung besucht, um Ideen für Motive, Farben und Muster zu sammeln. Später wurden Skizzen auf Papier angefertigt, die Motive mit einem Linolmesser auf Linoleum umgesetzt und zum Abschluss Linoldrucke auf schönem Papier gedruckt.

Fotos: Susanne Wendler, 2020

Färben von Papier

Schüler*innen von einer jahrgangsübergreifenden Lerngruppe 4-6 haben mit den Künstlerinnen Johanna Unzueta und Alexia Manzano die Verwendung von natürlichen Pigmenten oder Extrakten zum Färben von Papier erprobt. Die Kinder haben gelernt wie Farbtöne aus Gemüse, Pflanzen oder Mineralien hergestellt werden, haben ein eigenes Farbextrakt aus Roter Beete hergestellt und damit Papiere eingefärbt. Diese wurden dann mit Farbstiften, Gold- oder Silberbleistiften, Wachkreiden usw. bemalt und/oder mit Nadeln strukturiert.

This might be a place for hummingbirds

Ausstellungslaufzeit: 16.11.2019 - 5.2.2020 Eröffnung: Freitag, 15. November 2019, 18 Uhr Ort: Galerie im Körnerpark, Schierker Str. 8, 12051 Berlin Öffnungszeiten: täglich 10 – 20 Uhr (Eintritt frei)

Ausgehend von zeitgenössischen Kunst- und Kulturproduktionen, die in Guatemala entstanden sind, beschäftigt sich die Ausstellung mit Kolonialismus und Rassismus, Gewalt und Trauma, Gender und Identität. Im Vordergrund stehen Fragen nach Frauenrechten, Migration, sozialer Gerechtigkeit, Umweltschutz und den bis heute fortwirkenden Folgen der Kolonialgeschichte. In der guatemaltekischen Gesellschaft hat der Genozid an der indigenen Bevölkerung während der Militärdiktatur in den 1980er Jahren tiefgreifende Spuren hinterlassen. Alltägliche Gewalterfahrungen, Traumata und Korruption prägen das gesellschaftliche Miteinander. Gleichzeitig formiert sich eine Generation, die engagiert versucht, Vorstellungen von einem besseren Leben zu vermitteln. Sie schließt selbstbewusst an internationale Diskurse an.

Kuratiert von Çağla Ilk und Antje Weitzel

Mit: Marilyn Boror, Edgar Calel, Alfredo Ceibal, Will Fredo, Regina José Galindo, Esvin Alarcón Lam, Sandra Monterroso, Joaquín Orellana Mejía, Ángel Poyón & Fernando Poyón, Naufus Ramírez-Figueroa, Maya Saravia, Deborah Stratman, Johanna Unzueta.

Helena Hernández (geb. 1983 in Ensenada, Baja California, Mexiko) wohnt und arbeitet in Berlin. Sie hat Kunst und Design an der Hochschule Luzern, CH und Bildende Kunst an der Escuela Nacional de Artes Plásticas (ENAP) und der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) in Mexiko Stadt studiert. Helena Hernández arbeitet mit Comics, Illustrationen, Konzeptzeichnungen, ortsspezifische Zeichnungen, Installationszeichnungen und wissenschaftlichen Illustrationen. In ihren Arbeiten geht es um tägliche Erfahrungen und Spontaneität. Das Zeichnen ist dabei eine Forschungsmethode.

Johanna Unzueta (geb. 1974 in Santiago, Chile) wohnt und arbeitet in New York. Ihren Abschluss in Kunst machte sie an der Universidad Católica de Chile. Durch ihre Skulpturen und Installationen aus Filz, Stoff, Holz und Pappe hinterfragt Unzeta die Arbeit und ihre technologischen, historischen und sozialen Auswirkungen auf den menschlichen Zustand. Sie arbeitet auch in den Bereichen Fotografie, Video, Serigraphie und Zeichnung. Seit 2009 ist sie neben Felipe Mujica in der redaktionellen Gestaltung und Produktion von Künstler*innenpublikationen tätig.

Alexia Manzano (geb. 1987 in Mendoza, Argentinien) lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Modedesign an der Universität von Buenos Aires, Argentinien und Visuelle Kommunikation an der Bauhaus-Universität Weimar, der EINA in Barcelona, Spanien und an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Manzano arbeitet hauptsächlich mit Fotografie und Video und entwickelt Konzepte für Workshops mit Kindern und Jugendlichen. Neben Mona Jas und Magdalena Beger ist sie Mitbegründerin von The Hub, einem Künstler*innenverein zur Entwicklung und Erforschung künstlerischer Verfahren in Lehre, (Ver-)Mittlung und Kultureller Bildung.

Vastiane Tamayo (geb. in Chile) wohnt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Bildende Kunst mit einem Schwerpunkt auf Grafik an der Finis Terrae Universität in Chile und an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (DAAD-Stipendium). Sie ist eine autodidakte Illustration und arbeitet vorwiegend mit Zeichnung. Ihre Arbeiten basieren auf einer Vielzahl von grafischen Codes und Techniken.

Die Workshops finden im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Isabelle Stamm von Young Arts Körnerpark/Kunstvermittlung der Kommunalen Galerien Berlin-Neukölln statt.

Weiterführende Links