Typisch Junge, Typisch Mädchen und Alles Dazwischen⎜2020

Workshop von Hirmiz Akman, Fiona Kelly, Anna Kölle und Dagmar Lesiak mit Schüler*innen einer Regelklasse (Jahrgangsstufe 5) und einer Willkommensklasse der Rixdorfer Schule, begleitet durch die Lehrerinnen Katrin Bub und Christiane McLaren. Projektwoche, Dezember 2020.

Was ist normal? Was nicht? Wie kleidet man sich? Was darf man als Junge? Was als Mädchen? Wichtig ist, was du gut findest!

Diesen Fragen haben sich Willkommenskinder der Rixdorfer Schule mit den Künstler*innen Hirmiz Akman und Fiona Kelly während einer Projektwoche genähert. Gemeinsam haben sie Videoclips, Zeitungen und Magazine durchforstet, sich verkleidet, Fotos aufgenommen und ausgedruckt, um aus all dem gesammelten Material neue Bilder und bunte Masken zu collagieren, die ihre Sicht auf Männlichkeit und Weiblichkeit widerspiegeln. Zwischendurch gab es immer wieder Rollenspiele, die die Kinder begeistert mitgemacht haben.

Bisexuell, Asexuell, Homosexuell, Schwul, Queer, Trans, Mann, Mädchen, Lesbisch, Transsexuell, Frau, Junge, … Alles ganz anders - Alles ganz normal!

Schüler*innen aus der 5. Jahrgangsstufe der Rixdorfer Schule haben sich mit den Künstler*innen Anna Kölle und Dagmar Lesiak mit vielen Begriffen rund um das Thema Gender beschäftigt. Dazu haben sie Collagen gemacht, Spiele gespielt und viel diskutiert. Die entstandenen Collagen wurden im Schulgebäude ausgestellt.

Dieser Workshop fand in Zusammenarbeit mit Young Arts Neukölln und im Rahmen der „Werkstatt Diversität“ statt.

Werkstatt Diversität

 

Hirmiz Akman

Hirmiz Akman (geb. 1994 in Detmold, DE) hat Kunst/Kunstpädagogik und Kunstgeschichte an der Universität Osnabrück studiert und ist seit 2020 im Bereich der künstlerischen (Vermittlungs-)Arbeit in Berlin tätig. Im Zentrum seiner künstlerischen Arbeit steht der menschliche Ausdruck. Seine Malereien und Rauminstallationen bewegen sich zwischen Abstraktion und Realismus und gehen oft fließend ineinander über.

Fiona Kelly

Fiona Kelly (geb. 1983 in Meerhout, BE) hat Theater, Anglistik und Germanistik studiert. Seit 2009 kreiert sie Theater/Performances auf und jenseits von Bühnen und entwickelt Kinder- und Jugendprojekte und Kurse in Berlin, Brasilien und Belgien. In ihrer künstlerischen Forschung stehen die De- und Rekonstruktion von „Kommunikationssystemen“ im Zentrum mit dem Ziel jene kommunikativen Konstrukte aufzulösen, die erfunden und als kulturelle Konventionen vorausgesetzt werden. 2013 gründete sie das freie Musiktheaterkollektiv KILOFON, bestehend aus einer Kerngruppe und freien Mitgliedern, die aus den Bereichen Theater, Theaterpädagogik, Musik und Performance und den visuellen Künsten kommen. Die Schwerpunkte der Gruppe liegen im Bereich des musikalischen Theaters und des Objekttheaters für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Anna Kölle

Anna Kölle (geb. 1980 in Herdecke/Ruhr, DE) hat im Fachbereich Bildhauerei an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale studiert. Seit 2008 lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in Berlin, leitet Workshops und Kurse im Bereich Kunst- und Kulturvermittlung und bildet sich als Musikerin und kritische Vermittlerin weiter.

Dagmar Lesiak

Dagmar Lesiak arbeitet als Bühnenbildnerin und im Kollektiv an Theater- und Performanceproduktionen. Ihr künstlerisches Interesse gilt zudem dem öffentlichen Raum und seiner (Mit-)Gestaltung. Ferner arbeitet sie als Kunstvermittlerin immer wieder mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zusammen. Sie ist Mitbegründerin des interdisziplinären Künstlerkollektivs Kargo Collective e.V., das sich in der künstlerisch-kulturellen Arbeit mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen engagiert. Der Verein verbindet künstlerische Arbeitsweisen mit kulturellen, sozialen und politischen Fragen und bearbeitet diese in konkreten Vorhaben gemeinsam mit den jeweiligen Mitwirkenden.